generalistische Pflegeausbildung

Start der Fachweiterbildung „Komplementäre Pflege“

Veröffentlicht am: 21. November 2016

Die Teilnehmer dieser Weiterbildung sind Pioniere für Naturheilverfahren in der Pflege. Das betonte bei der Kurseröffnung am 21. November in der ibs Akademie Antje Kehrbach als Referentin für Gesundheitsfachberufe bei der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbrauchschutz in Bremen. Als Vertreter der Kooperationspartner waren Dr. Susanne Dörffel vom St. Joseph Stift und Sven Helliger vom AMEOS Klinkum Dr. Heines dabei.

Bundesweit erste staatlich anerkannte Fachweiterbildung Komplementäre Pflege

Nach rund drei Jahren Planung und konzeptioneller Arbeit war es am 21. November 2016 soweit: in der ibs Akademie in Hemelingen startete die bundesweit erste staatlich anerkannte Fachweiterbildung im Feld der komplementären Pflege. Alle Beteiligten waren vertreten: Antje Kehrbach, Sven Helliger als Qualitätsbeauftragter des AMEOS Klinikum Dr. Heines und Dr. Susanne Dörffel als Leiterin der Klinik für Naturheilverfahren im Krankenhaus St. Joseph Stift waren bei der Kurseröffnung dabei.

Elisabeth Lanwer-Eilers, Bereichsleiterin der ibs Akademie, dankte diesen drei Akteuren in ihrer Eröffnungsrede ganz besonders. Die Fachweiterbildung wird in enger Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern durchgeführt.

Pionierarbeit im Bereich der naturheilkundlichen Pflege

Als Geschäftsführerin des ibs eröffnete Gudrun Schemel den Vormittag und formulierte in ihren Grußworten gleich den roten Faden aller Redebeiträge: alle Akteure, die am Konzept dieser Weiterbildung beteiligt waren, haben Pionierarbeit geleistet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ab sofort zu Experten in der komplementären Pflege ausgebildet werden, sind Pioniere in ihren Einrichtungen. Naturheilkundliche Pflegemethoden haben zwar längst ihren Platz in der Pflege, aber eine Weiterbildung mit staatlicher Ankennung gab es bundesweit nicht.

Mit der Landespflegereferentin Antje Kehrbach hatte diese Idee eine engagierte Unterstützerin. Und mit dem AMEOS Klinikum und dem St. Joseph Stift hatte die ibs Akademie erfahrene Partner gewonnen, die seit Jahren naturheilkundliche Verfahren erfolgreich zum Wohl ihrer Patienten einsetzen.

Naturheilkundliche Methoden in den Pflegealltag integrieren

Inhaltlich liegt ein besonderes Augenmerk auf der engen Verbindung von Theorie und Praxis. Exkursionen, fachpraktischer Unterricht, Fall- und Portfolioarbeit und intensive Praxisbegleitung stellen die Vernetzung sicher.

Elisabeth Lanwer-Eilers appellierte an die Teilnehmenden: „Die Einbindung von Naturheilkunde in den Pflegealltag ist ein Zukunftsmodell für die Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen. Gestalten Sie ihr Berufsfeld aktiv mit!“

Modularisierte Weiterbildung mit flexiblen Einstiegsterminen

Die Fachweiterbildung wendet sich an professionell Pflegende, die naturheilkundliche Methoden in ihren Arbeitsalltag integrieren möchten. Der große Vorteil: sie findet in insgesamt fünf Modulen statt und und orientiert sich in Struktur und Aufbau an den anerkannten Fachweiterbildungen in Bremen. So können bereits absolvierte Module bzw. Fort- und Weiterbildungen anerkannt werden und die Lehrgangsdauer verkürzen.

Das Fachmodul 1 „Grundlagen und Konzepte komplementärer Pflege“ ist ein Überblicksmodul. Themen sind die klassischen Verfahren der Naturheilkunde, Einsatzfelder komplementärpflegerischer Verfahren und Umsetzungsmöglichkeiten in der eigenen Einrichtung.

Der nächste Einstieg ist zum 6. April 2017 möglich. Weitere Einstiegstermine und die Kursinhalte der Fachweiterbildung Komplementäre Pflege. Für Kurzentschlossene gibt es noch freie Plätze.

Copyright © November 2016 ibs Institut für Berufs- und Sozialpädagogik e. V., Text: E. Lanwer-Eilers/M. Witte