generalistische Pflegeausbildung

Komplementäre Pflege jetzt staatlich anerkannt!

Veröffentlicht am: 21. April 2015

Am 16. April hat die Deputation Gesundheit die Aufnahme der Fachweiterbildung „Komplementäre Pflege“ in die Bremer Weiterbildungsverordnung für Pflegefachberufe beschlossen. Die beiden verantwortlichen Bereichsleiterinnen des ibs, Elisabeth Lanwer-Eilers und Dagmar Koch-Zadi freuen sich: „Damit hat die ibs Akademie in Bremen die bundesweit erste staatlich anerkannte Fachweiterbildung im Feld der komplementären Pflege auf den Weg gebracht.“ Ein entscheidender Vorteil der Anerkennung ist, dass für diesen Kurs nun auch Meister-Bafög beantragt werden kann. Mehr zum Meister-BaföG hier.

Das ist ein großer Erfolg für alle Beteiligten, darunter auch Antje Kehrbach, Landespflegereferentin beim Senator für Gesundheit und Fach- und Leitungskräfte aus kooperierenden Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft, dem AMEOS Klinikum Dr. Heines und der Klinik für Naturheilverfahren im Krankenhaus St. Josef Stift in Bremen.  Drei Jahre lang haben die Akteure gemeinsam an der staatlichen Anerkennung gearbeitet und das Konzept mehrmals modifiziert.

„Die intensive Zusammenarbeit hat sich gelohnt“ resümiert Elisabeth Lanwer-Eilers, „komplementäre Pflegemethoden haben längst ihren Platz in der Pflege und die langen Erfahrungen in den beiden Bremer Kliniken zeigen, dass Methoden aus der Naturheilkunde schonende Ergänzungen zur klassischen Pflege und Medizin bieten.“ Für Menschen mit chronischen Erkrankungen und Schmerzen bringen komplementäre Anwendungen nachhaltig Linderung, verängstigte Menschen werden ruhiger, zu traumatisierten Menschen gelingt eine sensible Annäherung.

Höchste Zeit also für eine staatlich anerkannte Fachweiterbildung: Angesprochen sind professionell Pflegende, die naturheilkundliche Methoden in ihren Arbeitsalltag integrieren möchten. Die Weiterbildung ist modularisiert und orientiert sich in Struktur und Aufbau an den anerkannten Fachweiterbildungen in Bremen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der engen Verbindung von Theorie und Praxis. Mit fachpraktischem Unterricht in den Kliniken, Exkursionen, Shadowing, Fall- und Portfolioarbeit und intensiver Praxisbegleitung wird die Vernetzung sichergestellt.

Die Einbindung von Naturheilkunde in den Pflegealltag ist ein Zukunftsmodell für die Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen. Die Teilnehmenden der Weiterbildung gestalten ihr Berufsfeld aktiv mit. Für Dagmar Koch-Zadi ist die staatliche Anerkennung ein Meilenstein: „Das bringt starken Rückenwind für den Start unserer Fachweiterbildung im September!“.

Zur Einstimmung in das Konzept der Fachweiterbildung findet am 12.05.2015 in der ibs Akademie ein Seminar mit der renommierten Professorin Prof. Dr. Charlotte Uzcarewizc statt. Thema ist das Leiblichkeitskonzept – der grundlegende Zugang für komplementäre Pflege. Für Kurzentschlossene gibt es noch freie Plätze. Wer mehr zur Fachweiterbildung wissen möchte, findet einen Artikel in der Maiausgabe der „Pflegezeitschrift“. Dort haben Elisabeth Lanwer-Eilers und Dagmar Koch-Zadi die Fachweiterbildung ausführlich vorgestellt.

Mehr zur Fachweiterbildung „Komplementäre Pflege“ auf diesen Seiten.

Mehr zum Kurzseminar „Leibliche Kommunikation“ mit Prof. Dr. Charlotte Uzcarewizc.

 

 

Foto: Dagmar Koch-Zadi (links) und Elisabeth Lanwer-Eilers (rechts)
Copyright © April 2015 ibs Institut für Berufs- und Sozialpädagogik e.V. Verfasserin: E. Lanwer-Eilers/D. Koch-Zadi