generalistische Pflegeausbildung

Jugendliche bereit für den Ausbildungsmarkt

Veröffentlicht am: 24. März 2015

Sie sind gut vorbereitet. Sie kennen die Anforderungen des Berufs. Sie haben bereits praktische Erfahrung gesammelt. Auch theoretisch haben sie die notwendigen Grundlagen. Und sie wissen, was sie wollen: einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz in ihrem Traumberuf. Das sind die Ziele der Berufsvorbereitung im Bereich Dienstleistung beim ibs.

Rund 70 Jugendliche absolvieren im Bereich Handel, Wirtschaft, Handwerk eine Berufsvorbereitung in den Berufsfeldern Wirtschaft/Verwaltung, Hotel/Gaststätten/ Hauswirtschaft, Lager/Handel, Kosmetik/Körperpflege und Gesundheit/Soziales. Hinter diesen Berufsbereichen verbergen sich unzählige Ausbildungsberufe mit ganz unterschiedlichen Anforderungen. Betriebe, die für dieses Jahr noch Auszubildende suchen, können die Jugendlichen über längerfristige Praktika kennen lernen und damit auf Nummer sicher bei ihrer Mitarbeiterauswahl gehen.

„Wir bereiten die Jugendlichen ganz individuell und umfassend auf den Beruf ihrer Wahl vor“ erzählt Bildungsbegleiterin Ulrike Hasse, „wenn die Teilnehmer ins Praktikum gehen, wissen sie, wie wichtig auch die Kernkompetenzen Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind.“ Zu Beginn der Berufsvorbereitung haben die jungen Erwachsenen die Möglichkeit, verschiedene Berufsbereiche praktisch auszuprobieren. Parallel dazu gibt es intensives Bewerbungs-training, denn viele Jugendliche müssen erst lernen, worauf es bei den Unterlagen und bei Vorstellungsgesprächen ankommt.

Ulrike Hasse hat einen breiten Erfahrungsschatz, was falsch laufen kann und was mit den Jugendlichen in der Berufsvorbereitung thematisiert und verbessert wird: „Gerade wenn die Zeugnisse nicht ganz so gut sind, kommt es darauf an, dass die Unterlagen tip-top sind und das persönliche Auftreten überzeugt“. Also werden die Vorstellungsgespräche geübt, geübt und nochmal geübt. Die Bildungsbegleiterin hat bei diesen Übungen ein ganz besonderes Konzept: „Manchmal lade ich meine Teilnehmer ganz spontan zu einem Bewerbungsgespräch bei mir ein“. Diese spontanen Simulationen helfen den Teilnehmern, Stress ab- und Flexibilität aufzubauen. Auch an der Kritikfähigkeit der Jugendlichen arbeitet Ulrike Hasse: „Das beginnt manchmal schon damit, dass wir die Vorstellungen korrigieren müssen, wie ein gutes Bewerbungsfoto aussieht“.

Dass ihr Eingliederungskonzept greift, zeigt das Beispiel eines 21-Jährigen, der nach einigen Anlaufschwierigkeiten zuerst einen Praktikumsplatz und dann einen Ausbildungsplatz in der größten Bremer Spedition bekommen hat. Nur drei Vorstellungsgespräche reichten, um das Berufsziel „Speditionskaufmann“ zu realisieren. Ulrike Hasse freut sich für ihren Teilnehmer: „Der junge Mann ist stolz wie Oskar“. Bis zum Ausbildungsbeginn am 1. August bleibt er bei seinem neuen Arbeitgeber im Praktikum, parallel dazu wird er im ibs theoretisch und praktisch auf seinen Beruf vorbereitet.

Personalverantwortliche können durch diese Praktika überprüfen, ob der Jugendliche den betrieblichen Anforderungen entspricht: passen die Persönlichkeit, die Einsatzbereitschaft oder die praktischen Kenntnisse des Bewerbers zum Betriebsprofil? Auch die Wahr-scheinlichkeit eines Ausbildungsabbruchs ist geringer, wenn der Betrieb und der Auszubildende sich vor Beginn der Berufsausbildung durch ein Praktikum kennen lernen. Für Arbeitgeber ist die Auswahl potenzieller Auszubildender in der Regel mit Aufwand, Zeit und Kosten verbunden. Durch die vom ibs begleiteten Praktika minimiert sich dieser Aufwand. Finanziert wird die Berufsvorbereitung im Bereich Dienstleistung von der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven, über abH-Mittel sind in Einzelfällen sogar weitere Förderungen während der Berufsausbildung möglich.

Betriebe, die für dieses Jahr noch Ausbildungsplätze besetzen wollen und die vorgebildeten Teilnehmer des ibs im Praktikum testen möchten, erreichen Ulrike Hasse unter 0421 39001-733.

 

Copyright © März 2015 ibs Institut für Berufs- und Sozialpädagogik e.V. Verfasserin: M. Witte