PiA – Praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher

Es gibt verschiedene Wege in den Erzieherberuf. Was ist das Besondere an dieser Ausbildungsform?

Praxisintegriert heißt: Theorieunterricht und praktischer Einsatz wechseln sich ab. Die Kita wird von Anfang an zum Ausbildungsort. In der Regel verbringen die Schülerinnen und Schüler 2 Tage in der Woche in der Fachschule und 3 Tage in der Praxis. Statt zwei Jahren Schule und einem anschließenden Anerkennungsjahr werden diese beiden Ausbildungsteile zu einer 3-jährigen Ausbildung verschmolzen. So können Erlebnisse aus der Praxis direkt im Theorieunterricht reflektiert und fachliche Theorien mit den Erfahrungen aus der Praxis abgeglichen werden. Diese enge Verzahnung macht den Unterrichtsstoff und das Lernen leichter und verständlicher.

PiA in der Fachschule des ibs ist mehr als eine Standard-Ausbildung:

 
Die Schülerinnen und Schüler der praxisintegrierten Ausbildung bekommen ab dem ersten Tag eine Ausbildungsvergütung in Höhe von 1.140,- Euro im ersten, 1.202,- Euro im zweiten und 1.303,- Euro im dritten Jahr (jeweils brutto). Die Vergütung ermöglicht es mehr Menschen ihren Wunschberuf zu ergreifen und zugleich vom 1. Ausbildungstag an etwas für ihre Rente zu tun.

Die Ausbildungskosten des PiA-Modellversuchs übernimmt die Senatorin für Kinder und Bildung. Im Gegenzug schließen die Schülerinnen und Schüler einen Bindungsvertrag ab. Damit verpflichten sie sich, nach Abschluss der Ausbildung für 4 Jahre als Erzieher/Erzieherin in Bremen tätig zu sein.

Schulorientiert heißt: Die Ausbildung bleibt auf dem hohen Niveau der Fachschule für Sozialpädagogik mit 2580 Unterrichtsstunden, die sich über die drei Jahre verteilen. Sie unterscheidet sich damit inhaltlich und qualitativ nicht von der klassischen 2+1 Ausbildung der Vollzeitschule. Die Lernfelder und Lernsituationen verknüpfen pädagogische Fragestellungen mit praktischen Tätigkeiten, rechtliche Fragen mit Alltagshandeln und kommunikative Herausforderungen mit der Gestaltung von Bildungsprozessen und Lerngelegenheiten vor Ort.

Praxisorientiert heißt: Der Alltag und die Herausforderungen in den Einrichtungen werden Thema des Unterrichtes.
Unterrichtsthemen können direkt praktisch erprobt werden. Zudem haben die Schülerinnen und Schüler Praxisbegleiter in den Einrichtungen vor Ort, die für ihre Fragen und Herausforderungen ein offenes Ohr haben und Hilfestellung geben.

SchülerInnenorientiert heißt: Wir begleiten unsere Schülerinnen und Schüler durch ein Mentorensystem und verbindlichen Kleingruppen dabei, Alltagsprobleme und Herausforderungen zu bewältigen und den Abschluss zur staatlich anerkannten Erzieherin bzw. zum staatlich anerkannten Erzieher zu erreichen. Der Austausch zwischen Theorielehrkräften und der Praxisanleitung ist dabei selbstverständlich. Eine familiäre Lernatmosphäre in der Schule und der Einsatz digitaler Medien im Unterricht sowie für das Lernen Zuhause runden das Unterstützungsangebot ab.

Mehr Informationen zum schulischen Teil der Ausbildung erhalten Sie hier: www.ibs-bremen.de

Informationen zu den beteiligten Trägern der Praxiseinrichtungen erhalten Sie auf folgenden Seiten:

 

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