Gewaltprävention und Deeskalation (Inhouse-Fortbildungen)

Zugangsvoraussetzungen/ Zielgruppe:

Alle Mitarbeitenden von Pflegeeinrichtungen und weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens

Kursbeschreibung:
Im Alltag von Pflegeeinrichtungen und im Gesundheitswesen kann es immer wieder zu aggressivem Verhalten und Übergriffen kommen. Auslöser können Krankheit, Schmerzen, Angst, kognitive Einschränkungen oder Frustration sein. Auch Angehörige reagieren in belastenden Situationen mitunter mit Wut und Aggression. Für Mitarbeitende sind solche Situationen physisch und psychisch herausfordernd. Das Seminar vermittelt Strategien und Techniken zur Deeskalation und Konfliktlösung, um sicher und professionell zu reagieren. Die Teilnehmenden lernen, Warnsignale frühzeitig zu erkennen, deeskalierend zu kommunizieren und Übergriffe möglichst zu vermeiden.

Inhalte:
- Ursachen, Auslöser und Formen von Aggression
- Warnsignale und Eskalationsstufen erkennen
- Deeskalationsstrategien: Körpersprache, Stimme und Distanz
- Deeskalierende Gesprächsführung
- Selbstschutz und Schutz anderer
- Praktische Übungen, Rollenspiele und Prävention

Dauer: 8 Unterrichtsstunden (ein Tag)
Freiheitsentziehende Maßnahmen (FEM) gehören zu den ethisch und rechtlich sensibelsten Bereichen der Pflege. Der Einsatz von Bettgittern, Fixierungen oder sedierenden Medikamenten berührt Grundrechte pflegebedürftiger Menschen und ist an strenge Voraussetzungen geknüpft. Diese Fortbildung vermittelt das notwendige Fachwissen, um FEM rechtssicher einzuschätzen, korrekt zu dokumentieren und möglichst durch geeignete Alternativen zu ersetzen. Die Teilnehmenden reflektieren ihre Haltung zu Selbstbestimmung, Würde und Fürsorge im Pflegealltag.

Inhalte:
- Rechtliche Grundlagen und Formen von FEM
- Genehmigungspflicht und Voraussetzungen
- Haftungsrisiken und strafrechtliche Folgen
- Ethische Aspekte: Selbstbestimmung und Würde
- Alternativen, Dokumentation und Praxisbeispiele

Dauer: 8 Unterrichtsstunden (ein Tag)
Die rechtlichen und ethischen Anforderungen im Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen erfordern eine regelmäßige Auffrischung des Fachwissens. Diese Fortbildung richtet sich an Pflegende, die ihre Kenntnisse aktualisieren und festigen möchten. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen im Betreuungsrecht, die Reflexion von Praxissituationen sowie die Wiederholung zentraler Dokumentations- und Verfahrenspflichten. Die Teilnehmenden können konkrete Fälle aus ihrem Arbeitsalltag einbringen und gemeinsam besprechen.

Inhalte:
- Rechtliche Grundlagen und aktuelle Entwicklungen
- Genehmigungsverfahren und Dokumentationspflichten
- Alternativen zu FEM und Reflexion der Praxis
- Fallbesprechungen aus dem Arbeitsalltag
- Haftungsrisiken und häufige Fehlerquellen

Dauer: 4 Unterrichtsstunden (ein halber Tag)
Der Schutz vor Gewalt ist ein grundlegendes Menschenrecht und eine gesetzliche Verpflichtung für Pflegeeinrichtungen. Leitungskräfte tragen die zentrale Verantwortung für wirksame Gewaltschutzmaßnahmen und müssen Risikofaktoren frühzeitig erkennen und angemessen handeln. Diese Fortbildung vermittelt Führungskräften das nötige Fachwissen und praktische Handlungskompetenzen, um ihrer Verantwortung im Gewaltschutz gerecht zu werden. Im Fokus stehen die Früherkennung von Überforderungssituationen, der professionelle Umgang mit schwierigen Gesprächen und die Balance zwischen Fürsorgepflicht und arbeitsrechtlichen Konsequenzen.

Inhalte:
- Rechtliche Grundlagen des Gewaltschutzes
- Formen von Gewalt in der Pflege
- Überforderung als Risikofaktor erkennen
- Strukturelle Risiken in der Einrichtung minimieren
- Führungsverantwortung, Handlungspflichten und Meldesysteme
- Dokumentation und Praxisbeispiele

Dauer: 8 Unterrichtsstunden (ein Tag)
Methoden:

Fach- und Impulsvorträge, Gruppenarbeiten, Diskussionen, Workshops.

Abschluss/Ziel:

Die Teilnehmenden erhalten nach dem Seminar eine Teilnahmebescheinigung.

Gruppengröße:

Max. 20 Teilnehmer*innen.


Beginn Ort
Nach Vereinbarung In Ihrer Einrichtung

Fakten


Uhrzeit Nach Vereinbarung
Dauer

Nach Vereinbarung

Kosten Bitte fordern Sie ein individuelles und unverbindliches Angebot an.

Ihr ibs-Ansprechpartner


Julian Huismann

Bereichsleitung Akademie Pflege

ibs Akademie Pflege

Telefon: +49421 491567-281

Weitere Informationen


    Jetzt Angebot anfordern:


    Für die Nutzung dieses Formulars gelten unsere Datenschutzhinweise.

    ANTI-SPAM & DATENSCHUTZ

    Bitte geben Sie den folgenden Sicherheitscode ein: captcha

    * Pflichtfeld